Vor kurzem haben wir eine Energietochter gegründet: die WGG Energie GmbH. Geleitet wird das Unternehmen von Klaas Schäfer und Siegfried Adelsberger. Im Gespräch erklären die beiden Geschäftsführer, wie die WGG Energie dabei hilft die Energiewende nachhaltig und bezahlbar zu gestalten.
WGG: Warum ist es für die WGG wichtig, eine eigene Energietochter zu haben?
Klaas Schäfer: Als Genossenschaft müssen wir uns den Herausforderungen der Energiezukunft gezielt stellen. Besonders wichtig ist dabei die nachhaltige Wärmeversorgung. Denn im Bestand ist die Wärme der größte Energieverbraucher – und zugleich liegen hier die größten Einsparpotenziale.
WGG: Wie genau gehen Sie dieses Thema an?
Siegfried Adelsberger: Wir beschäftigen unter anderem einen Energiemanager, der ein klares Ziel verfolgt: unsere Heizungsanlagen effizienter machen. Durch diese Optimierungen sichern wir eine bezahlbare Energieversorgung für unsere Mitglieder. Konkret heißt das: bestehende Anlagen optimieren und modernisieren, damit die Heizkosten nicht unnötig steigen.
WGG: Das Thema Bezahlbarkeit klingt nach einem zentralen Punkt.
K.S.: Eine Energiewende, die zu massiven Kostensteigerungen führt, können und wollen wir unseren Mitgliedern nicht zumuten. Deshalb gehen wir den Weg anders: nachhaltig und zugleich bezahlbar. Uns ist wichtig, alle Mitglieder mitzunehmen und zu zeigen, dass Klimaschutz auch sozialverträglich gelingen kann.
WGG: Wie läuft die Optimierung der Heizungsanlagen in der Praxis ab?
S.A.: Am Anfang steht immer eine umfassende Bestandsaufnahme. Jede Heizungsanlage hat individuelle Voraussetzungen – deshalb brauchen wir Daten und eine gründliche Analyse. Die bisherigen Ergebnisse zeigen: In vielen Fällen lassen sich durch gezielte Eingriffe, auch ohne große Investitionen, erhebliche Energieeinsparungen erzielen.
WGG: Noch gibt es viele Anlagen mit fossilen Brennstoffen, insbesondere Gas. Wie sieht hier Ihre Strategie aus?
S.A.: Wir haben einen klaren Plan: Fossile Brennstoffe sollen Schritt für Schritt durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden. Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre alle Gasheizungen im Bestand abzulösen.
WGG: Und wie sieht es mit der Stromversorgung aus?
K.S.: Auch hier wollen wir nachhaltiger werden. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen spielt eine zentrale Rolle – insbesondere im Hinblick auf Mieterstrommodelle. Zwar bleibt die rechtliche Lage trotz Erleichterungen in den letzten Jahren komplex, doch genau hier zeigt sich die Stärke unserer Energietochter: In der WGG Energie GmbH bündeln wir die Expertise und können die gesetzlichen Vorgaben sicher und transparent umsetzen.
WGG: Wie arbeiten die WGG und ihre Energietochter dabei zusammen?
K.S.: Die Zusammenarbeit ist sehr eng und systematisch. Wir kooperieren mit den Teams Bau (für die Planung neuer Vorhaben), Betriebskosten (für die Datengrundlagen), Hausverwaltung (für die technische Umsetzung mit den Betriebshandwerkern) sowie dem Bereich Auszug (um Modernisierungen in den Sanierungsplan einzubinden). So gelingt uns Schritt für Schritt der Weg in eine nachhaltige und zugleich bezahlbare Energiezukunft.
Mehr Informationen zu aktuellen Projekten der WGG Energie GmbH finden Sie hier: www.wgg-hgw.de/wgg-energie
