Energie­verbrauch reduzieren

so einfach geht es!

Der Energieverbrauch im Haushalt ist abhängig von der Haushaltsgröße, dem spezi­fischen Verbrauch der einzelnen Geräte und dem persönlichen Nutzerverhalten. Auf die Energieeffizienz bewusster zu achten, hilft ihre Energie-­ und Wasserkosten zu reduzieren und damit Geld zu sparen. Eine WIN WIN Situation für sie und unsere Umwelt. Diese Tipps können Sie dabei unterstützen.

Eine individuelle Energieberatung und Auskünfte zu den Energiepreisen bekommen Sie direkt von den Stadtwerken Greifswald.

Warmes Wasser sparen

Unsere Energiespartipps für den Wasserverbrauch

Neben dem Heizen ist die Warmwasserbereitung der größte Energieverbraucher. Jede Person im Haushalt verbraucht ca. 30 – 50 Liter warmes Wasser am Tag – für Duschen, Baden, Spülen…

Duschen statt Baden

Verzichten Sie auf das Vollbad, eine kurze Dusche bei kleiner Brausenöffnung reicht meist völlig aus. Bei einem Vollbad verbrauchen Sie dreimal soviel Energie wie bei einem Duschbad. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie.

Beim Einseifen oder Zähneputzen: Wasser aus!

Sparen Sie Warmwasser, indem Sie den Hahn nur aufdrehen, wenn Sie es wirklich brauchen. Denn: In drei Minuten fließen sonst rund 20 Liter in den Abguss, so viel wie für eine kurze Dusche.

Tropfende Hähne abdichten

Bei nur zehn Tropfen pro Minute werden im Monat 170 Liter vergeudet – das ist mehr als eine Badewanne voll! Daher sollten Sie tropfende Wasserhähne so schnell wie möglich reparieren.

Durchflussbegrenzer

50 Prozent weniger Wasser fürs Duschen oder Händewaschen durch ein fast unsichtbares Teil. Die winzige Düse sorgt dafür, dass die Wassermenge aus der Leitung stets konstant bleibt – unabhängig vom Leitungsdruck. Die gängigen Modelle lassen 6 – 12 Liter Wasser pro Minute durch Duschkopf oder Wasserhahn: die Hälfte der üblichen Menge. Durchflussbegrenzer, auch Perlatoren oder Wasserspardüsen genannt, sind in jedem Baumarkt für ca. 5 Euro erhältlich.

Waschen und Trocknen

Unsere Energiespartipps für Waschmaschine und Trockner

Schön, dass Sie etwas für unser Klima tun möchten. Mit unseren Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie bei Ihrer Wäsche Energie sparen können:

Waschen

Fassungsvolumen nutzen
Wie viel passt in die Trommel? Nutzen Sie das Fassungsvermögen immer voll aus. So vermeiden Sie Leerlauf und verschwenden weder Platz noch Energie.

Keine Extras, lieber Öko
Setzen Sie Extraprogramme wie die Vorwäsche nur bei stark verschmutzter Wäsche ein. Hat Ihre Waschmaschine ein Energiespar-, Öko- oder Eco-Programm? Nutzen Sie es! Kochwäsche ist in den meisten Fällen unnötig und verbraucht sehr viel zusätzliche Energie. Waschen Sie normal verschmutzter Wäsche bei höchstens 40 Grad Celsius – das reicht fast immer aus.

Waschmittel sparen
Gehen Sie sparsam mit dem Waschmittel um. Brauchen Sie Weichspüler, Stärke und andere Hilfsmittel wirklich? Verzichten Sie sonst darauf – das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel. Muten Sie Ihrem Trockner nicht zu viel zu. Schleudern Sie Wäsche bei mindestens 1.000 U/min, bevor Sie sie in den Trockner geben.

Wasserhärte beachten
Für die Dosierung von Waschmitteln verwenden Sie in Greifswald die Wasserhärte-Stufe 4. Diese Einstellung entspricht der Verwendung von Trinkwasser mit dem Härtegrad „sehr Hart“ . Sollten Sie zusätzlich Wasserenthärter entsprechend der Wasserhärte zugeben, können Sie bei herkömmlichen Waschmitteln für die geringste Wasserhärte dosieren.

Moderne Geräte

Beim Kauf einer Waschmaschine sollten Sie sich je nach finanzieller Möglichkeit für die höchste Energieeffizienzklasse entscheiden. Einen besonders geringen Energiebedarf haben Kondensationstrockner mit Wärmepumpe, da hier die Wärme „recycelt“ wird. Sie erreichen die beste Energieeffizienzklasse A+++.

Das EU-Energielabel am Gerät gibt Ihnen zum Wasser- und Stromverbrauch sowie der Schleuderwirkungsklasse ganz genau Auskunft.

Trocknen

Umsonst
Lassen Sie die Wäsche am besten an der Luft trocknen. So sparen Sie sich die Energie, die ein Wäschetrockner verbraucht. Nehmen Sie die Wäsche sofort nach dem Waschgang aus der Waschmaschine und machen Sie sich die Mühe, die Wäsche vor dem Aufhängen in Form zu ziehen und zu glätten. So sparen Sie Zeit und Strom beim Bügeln.

Volle Beladung
Auch den Trockner sollten Sie voll beladen. Trocknen Sie daher die gesamte Waschmaschinenfüllung auf einmal. Wenn Sie zweimal die halbe Menge trocknen, verbraucht das etwa ein Drittel mehr Strom.

Nicht zu trocken
Übertrocknen kostet Energie und schadet zudem den Textilien. Alle Wäschestücke, die hinterher gebügelt werden, dürfen noch leicht feucht sein.

Vor dem Trocknen schleudern
Wenn Sie eine Waschmaschine mit einer Schleuderleistung von 1600 Umdrehungen pro Minute haben, schleudern sie bis zu 10 Prozent mehr Wasser aus Ihrer Wäsche – Das spart Energie und Zeit beim anschließenden Trocknen.

Wäschetrockner regelmäßig reinigen
Angesammelte Flusen verschlechtern die Leistung Ihres Trockners.

Nutzen Sie Wäschetrockner mit Wärmepumpe
Wäschetrockner sind grundsätzlich sehr stromintensiv. Ablufttrockner arbeiten zwar am schnellsten, dafür verbrauchen sie aber viel Energie. Laut der Verbraucherzentrale arbeiten auch die Kondenstrockner mit viel Strom. Eine Ausnahme bilden Wäschetrockner mit Wärmepumpe, die die Wärme aus der Abluft in die Wäsche zurückleiten. Sie erreichen die die höchste Energieeffizienz.

Abwaschen und Spülen

Unsere Energiespartipps für den Geschirrspüler

Früher war die Geschirrspülmaschine der reinste Luxus, heute ist sie fast Standard. Selbst in kleinen Haushalten werden die sparsamen Helfer gern gesehen. Mit modernen Geschirrspülern verbrauchen Sie deutlich weniger Wasser und Energie als beim Spülen mit der Hand. Energieeffiziente Geräte können hier mit Werten von 6 Litern und weniger punkten, und auch in Sachen Energiebedarf sind sie sehr sparsam. Wenn Sie folgende Tipps beachten, sparen Sie nicht nur Wasser, Energie und Kosten, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag für die Umwelt. Für Greifswald.

Mensch gegen Maschine

Eine Geschirrspülmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ kommt mit weniger Strom und Wasser als ein geübter Handabwäscher aus.

Vorspülen ist unnötig

Spülen Sie das gebrauchte Geschirr nicht unter fließendem Wasser vor, sondern entfernen Sie nur grobe Speisereste in den Mülleimer. Schließen Sie die Gerätetür, damit die Essensreste nicht antrocknen.

Sinnvolles Beladen

Sie sollten den Geschirrspüler erst einschalten, wenn er möglichst voll ist. Ein halbleeres Gerät verbraucht genauso viel Strom und Wasser wie ein volles.

Das richtige Spülprogramm

Wählen Sie möglichst das Energiesparprogramm Ihres Geschirrspülers aus. Dieses nennt sich z. B. Sparprogramm, Eco, Öko oder Intelligent und spült meistens bei 50 °C. Sparprogramme für normal verschmutztes Geschirr dauern zwar länger, haben aber einen geringen Energieverbrauch. Nur bei sehr stark verschmutztem Geschirr ist das Intensivprogramm nötig.

Sparsame Geräte

Beim Kauf einer neuen Geschirrspülmaschine sollten Sie immer einen Blick auf das EU-Energielabel werfen. Darauf finden Sie die wichtigsten Informationen zum Verbrauch. Die sparsamsten Geschirrspüler werden mit der Energieeffizienzklasse A+++ ausgezeichnet.

Psssst!

Extra-Tipp: Gerade bei offenen Küchen lohnt sich ein Blick auf die Geräuschemission: Wie laut ist die Maschine? Die Angabe ist freiwillig, kann aber nützlich sein. Hier gibt es deutliche Unterschiede, die meisten modernen Geschirrspüler arbeiten aber ohnehin im Flüster-Modus.

Beleuchtung

Einleuchtende Stromspartipps für die Beleuchtung

Ob Bad, Wohnstube oder Schlafzimmer: Überall sind Lampen im Einsatz. Die Energiekosten für Beleuchtung machen rund zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Haushalts aus. Hier lässt sich im Handumdrehen jede Menge Energie sparen.

Energiespartipps zur Beleuchtung

Licht aus: Wenn Sie einen Raum verlassen, sollten Sie das Licht ausschalten.

Modernisieren: LEDs (Light Emitting Diodes) sind noch energiesparender als die beste Energiesparlampe.

Tageslicht nutzen: Richten Sie Ihr Zuhause so ein, dass Sie möglichst viel Tageslicht nutzen können.

Regelmäßig reinigen: Um die Lichtausbeute der Lampen und Leuchten zu erhalten, sollten Sie diese regelmäßig reinigen.

Wichtig beim Lampenkauf ist die Lichtstärke

Sie haben sich dafür entschieden, Ihre Lampen im Haushalt gegen energieeffiziente Lampen zu ersetzen? Damit Sie bei der Wahl des passenden Ersatzmodells die richtige Helligkeit erwischen, sollten Sie einen Blick auf die Lichtausbeute der Lampe werfen.

Je mehr Lumen, desto mehr Licht.

Die Lichtausbeute – angegeben in Lumen pro Watt (lm/W) – gibt an, wie gut eine Lampe die eingesetzte Energie in Licht umwandelt. Je mehr Lumen, also Licht, eine Lampe pro Watt erzeugt, desto effizienter ist sie.

Diese Angabe hilft Ihnen, eine energieeffiziente Lampe zu finden, die außerdem eine vergleichbare Helligkeit bietet wie Ihre bisherige Lampe. Achten Sie beim Kauf der neuen Lampe darauf, dass sie über den selben Lumen-Wert verfügt.

Die Lichtfarbe: warmweiß oder kalt

Die Lichtfarbe wird durch die Farbtemperatur in Kelvin (K) bestimmt. Je höher die Temperatur, desto weißer die Lichtfarbe. Die Lichtfarbe von Lampen beträgt zwischen 2.500 K für warmweißes Licht, das der klassischen Glühlampe ähnlich ist, und 6.500 K für tageslichtähnliches Licht.

Energie und Kostenvergleich

Halogenlampe
Kaufpreis: ca. 2 Euro
Leistung: 42 Watt
Brenndauer: ca. 4.000 Stunden
Stromverbrauch 10.000 h:  420 kWh
Gesamtkosten 10.000 h*: 135 Euro
Gesamtkosten 20.000 h*: 270 Euro

Energiesparlampe
Kaufpreis: ca. 3 Euro
Leistung: 15 Watt
Brenndauer: ca. 10.000 Stunden
Stromverbrauch 10.000 h: 110 kWh
Gesamtkosten 10.000 h*: 35 Euro
Gesamtkosten 20.000 h*: 70 Euro

Led
Kaufpreis: ca. 5 Euro
Leistung: 11 Watt
Brenndauer: ca. 20.000 Stunden
Stromverbrauch 10.000 h: 70 kWh
Gesamtkosten 10.000 h*: 22 Euro
Gesamtkosten 20.000 h*: 45 Euro

Stand-by

Energie vernünftiger nutzen, Stand-by-Betrieb vermeiden

Keine Frage: Die Stand-by-Funktion ist eine nützliche Erfindung. Doch jedes Gerät im Stand-by zieht ununterbrochen Strom – je nach Gerät bis zu 10 Watt pro Stunde. So kommt es, dass der Stand-by-Betrieb oft schon bis zu 10 % der Stromkosten ausmacht!

Netzstecker ziehen

Ein Elektrogerät kann selbst dann noch Strom verbrauchen, wenn Sie es direkt am Gerät ausgeschaltet haben. Oft steht noch ein externes Netzteil weiter unter Spannung und verbraucht Strom, zum Beispiel bei Notebooks, elektrischen Zahnbürsten oder Rasierapparaten. Daher sollten Sie am besten den Netzstecker aus der Steckdose ziehen, wenn das Gerät nicht benutzt wird.

Automatische Abschaltung

Wenn Ihr Fernseher über einen Öko- bzw. Auto-off-Schalter verfügt, schaltet sich das Gerät nach etwa einer Stunde Stand-by-Betrieb selbstständig ab.

Steckdosenleisten verwenden

Mit einer ausschaltbaren Steckdosenleiste können Sie gleich mehrere Geräte auf einmal vom Netz trennen. Gute Steckdosenleisten haben zudem einen Überspannungsschutz und manchmal sogar einen Blitzschutz. Achten Sie auf die VDE- und TÜV-Zeichen.

Vorsicht: Manche Geräte verlieren wichtige Netzeinstellungen, wenn sie zu lange ohne Strom auskommen müssen. Die bleiben dann also lieber im Stand-by. Achten Sie hier schon beim Kauf auf einen niedrigen Stand-by-Verbrauch.

Kühlen und Gefrieren

Richtig kühlen und Energie sparen

Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen viel Energie und sind rund um die Uhr in Betrieb. Hier ist also energiesparendes Verhalten besonders wichtig.

Keine Wärme für Kälte

Stellen Sie Kühlschränke und Gefriertruhen nicht in die Nähe der Heizung. Niedrige Umgebungstemperaturen und gute Belüftung sind am besten! Achten Sie darauf, dass Belüftungsgitter bei Stand- und Unterbaugeräten immer frei bleiben und sich kein Staub absetzt. Auch das spart Energie!

Alles dicht?

Ist die Dichtung in Ordnung? Schließen die Türen richtig? Gut schließende Türen sorgen dafür, dass die Kälte auch da bleibt, wo sie hingehört und keine Energie verloren geht. Stellen Sie keine warmen oder heißen Lebensmittel in den Kühlschrank. Verpacken Sie Lebensmittel gut oder decken sie sorgfältig ab, bevor sie in den Kühlschrank kommen.

Alles eine Frage der Temperatur

Wie bei der Heizung gilt beim Kühlschrank: Ein paar Grad können einen großen Unterschied machen! Ideal ist eine Kühltemperatur von +5 bis +7 Grad Celsius, Gefrierschränke leisten bei -18 Grad Celsius gute Dienste. Setzen Sie die Superschaltung sparsam ein, zum Beispiel, wenn Sie größere Mengen einfrieren oder das Gerät abtauen wollen.

Öfter mal abtauen

Abtauen hilft Kosten senken! Tauen Sie Kühl- und Gefriergeräte ab, wenn sich eine Reifschicht von einem Zentimeter oder mehr gebildet hat. Wie man das macht, steht in der Gebrauchsanleitung. Manche Geräte haben auch eine Abtauautomatik.

Energieeffizienzklasse A+++

Seit Dezember 2010 gibt es für Kühl- und Gefriergeräte ein neues EU-Energielabel: Die sparsamsten Geräte werden mit der Energieeffizienzklasse A+++ gekennzeichnet. Ein Vergleich zeigt, dass ein Kühlgerät dieser Klasse rund 70 Prozent weniger Strom als ein vergleichbares Gerät der Energieeffizienzklasse A verbraucht.

Lebensmittel abkühlen und abdecken

Stellen Sie nur bereits auf Zimmertemperatur abgekühlte und verpackte Lebensmittel in den Kühlschrank oder das Gefriergerät. So sparen Sie Strom und vermeiden, dass sich Reif bildet.

Staubfrei spart Energie

Es lohnt sich, die Lüftungsgitter an der Rück­wand der Geräte frei von Staub zu halten und auf ungestörte Luftzirkulation zu achten.

Sterne­-Kennzeichnung und Lagerdauer

  1. Eisbereitungsfach
    geeignet zum Gefrieren und Lagern von Eiswürfeln
  2. * mit einem Stern, nicht wärmer als -­6 °C
    geeignet zur kurzfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel – bis zu 1 Woche
  3. ** mit zwei Sternen, nicht wärmer als ­-12 °C
    geeignet zur mittelfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel – bis zu 3 Wochen
  4. *** mit drei Sternen, nicht wärmer als ­-18 °C
    geeignet zur langfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel – mehrere Monate (je nach Lebensmittel)
  5. **** mit vier Sternen, -­18 °C oder kälter
    geeignet zum Einfrieren von Lebensmitteln und zur langfristigen Lagerung gefrorener Lebensmittel – mehrere Monate (je nach Lebensmittel)

Heizen und Lüften

So sparen Sie Heizkosten und haben es trotzdem warm

Heizen ist wichtig, denn nur ein warmes Haus ist auch ein Heim. Außerdem hilft es, Feuchtigkeit und Schimmel zu vertreiben. Doch Heizen ist auch mit hohen Kosten verbunden: Drei Viertel der Energiekosten für einen Privathaushalt entfallen auf die Heizung. Weitere elf Prozent werden für Warmwasser fällig. Die gute Nachricht: Wo hohe Kosten anfallen, gibt‘s auch viel Sparpotenzial.

Wie warm ist warm genug?

Zuerst einmal: Was ist Ihre Wohlfühltemperatur? Wärme empfindet jeder Mensch anders, manchen reicht eine Raumtemperatur von 21 °C, andere fühlen sich erst bei 23 °C wohl. Machen Sie den Selbstversuch! Oft reicht es nämlich aus, die Raumtemperatur nur minimal zu senken, um richtig zu sparen. Pro Grad Celsius mehr steigen die Heizkosten um rund 6 Prozent. Jedes Grad weniger hilft Energie und Kosten sparen.

Richtwerte für angenehme Raumtemperaturen:

RaumTemperatur
Wohnzimmer: 20–22 °C
Schlafzimmer: 15–18 °C
Kinderzimmer: 20 °C
Bad: 23 °C
Küche: 16–18 °C
Flure: 15 °C

Heizkörper freihalten

Nur ein freier Heizkörper kann seine Wärme gut ausstrahlen. Wenn Möbel vor der Heizung stehen oder eine Gardine oder Verkleidung sie verdeckt, kann sich die Wärme nicht gut verteilen. Die Folge: Wärmestau. 40 Prozent der Wärme gehen so verloren.

Stoßlüften – lieber kurz und kräftig als dauernd ein bisschen

Der größte Feind der Heizung ist das Fenster auf Kipp. Wenn Fenster ständig gekippt sind, muss die Heizung ständig dagegen anheizen. Das ist teuer und verbraucht unnötig viel Energie. Lüften Sie deshalb lieber dreimal am Tag für fünf Minuten kräftig durch. Achtung: Beim Stoßlüften das Thermostat herunterdrehen.

Wohnung nicht auskühlen lassen

Sie fahren in den Urlaub? Am besten machen Sie die Heizung nicht ganz aus, sondern beheizen alle Räume auf niedriger Stufe weiter. So verhindern Sie, dass die Wohnung auskühlt. Denn es ist teurer, die Heizung nach dem Urlaub wieder hochzufahren, als eine Grundwärme zu halten.

Rollläden schließen

Auch über die Fenster geht Energie verloren. Schließen Sie deshalb nachts die Rollläden. Das dämmt die Wohnung zusätzlich und hilft so dabei, Energie zu sparen.

Heizkörper entlüften

Ein Gluckern in der Heizung deutet auf Luft hin und kann 10% höhere Heizkosten bedeuten. Mit Hilfe eines Entlüftungsschlüssels und eines Bechers unter dem Entlüftungsventil am Heizkörper können Sie die Luft ablassen.

Kochen und Backen

Energie sparen beim Kochen und Backen

Mit der Familie oder den Freunden zu kochen macht viel Spaß. Die Freude am Essen lässt sich noch steigern, wenn Sie ihre Speisen energie- und umweltbewusst zubereiten. Mit unseren Tipps können Sie in der Küche viel Energie sparen, ohne dass der Geschmack darunter leiden muss.

Kochen auf dem Herd

Die richtige Topfgröße
Wenn der Topf kleiner ist als die Kochplatte, geht Wärme verloren. Benutzen Sie deshalb immer Töpfe und Pfannen, die genau auf die Kochplatte passen.

Deckel drauf
Kochen ohne Topfdeckel ist wie Heizen bei offenem Fenster. Bei jedem „Topfgucken“ entweicht Wärme in die Luft und Sie brauchen sehr viel mehr Energie. Ein schräg aufliegender Deckel verdoppelt den Strombedarf beim Kochen, ohne Deckel verdreifacht er sich sogar. Sinnvoll sind daher Töpfe mit Glasdeckel, weil man das Essen im Blick behält.

Wenig Wasser verwenden
Benutzen Sie beim Zubereiten der Speisen immer nur soviel Wasser wie nötig. Für das Dünsten von Kartoffeln oder Gemüse reicht bereits eine Tasse Wasser. Vier Portionen Kartoffeln werden mit nur einer Tasse Wasser gar.

Früher abschalten
Schalten Sie den Herd schon frühzeitig ab, etwa fünf Minuten bevor die Garzeit abgelaufen ist. Cerankochfelder oder Kochplatten aus Gusseisen liefern genug Restwärme, damit das Essen fertig wird.

Schnellkochtopf
Speisen mit langer Gardauer bereiten Sie am besten im Schnellkochtopf zu. So sparen Sie Strom und Zeit.

Backofen

Vorheizen vermeiden
Vorheizen ist nur bei empfindlichen Teigen wie zum Beispiel Biskuit- oder Blätterteig nötig. Bei den meisten Speisen können Sie aufs Vorheizen verzichten und dadurch den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren.

Tür geschlossen halten
Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter als nötig, damit keine Wärme verloren geht.

Früher abschalten
Nutzen Sie wie beim Kochen auf dem Herd die Nachwärme des Backofens, indem Sie ihn frühzeitig, also etwa 5 bis 10 Minuten vor Ende der Back- bzw. Garzeit abschalten.

Flächen ausnutzen
Bietet Ihr Backofen Umluft/Heißluft, dann nutzen Sie diese Betriebsart, um auf mehreren Ebenen gleichzeitig, z. B. Plätzchen, zu backen. Das spart Energie und Zeit.

Energieberatung und Preisauskünfte