B-Plann 55, Hafenstraße WGG

Neubauprojekt B-Plan 55 Hafenstrasse

NEUBAU VON 47 WOHNUNGEN IN GREIFSWALD
DAVON SIND 13 ÖFFENTLICH GEFÖRDERT

Genossenschaftliche
Tradition in einem
innovativen Quartier

Der B-Plan 55 „Hafenstraße“ ist eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte in Greifwald. In unmittelbarer Nähe zum Ryck und in fußläufiger Entfernung zur Innenstadt, hat das Gebiet viel Potenzial für attraktives Wohnen, Gastronomie und gemischte Dienstleistungen.

Autoverkehr und Stellplätze werden weitgehend gebündelt und in einem innovativen Mobility-Hub angeordnet, außerdem wird eine Busanbindung in das Projekt integriert. Alle Projektbeteiligten haben sich auf einen gemeinsamen Gestaltungsleitfaden für das neue Quartier verständigt. Als Fassadenmaterial sind Ziegel und Putzflächen vorgesehen. Die Neubauten vermitteln so ein harmonisches Gesamtbild und geben dem neuen Quartier ein eigenes Gesicht.

Im Herbst 2019 wurde die gesamte B-Plan-Fläche von der UTB Projektmanagement GmbH erworben. Die WGG erwirbt im südlichen Bereich das mittlere Baufeld acht als voll erschlossenes Grundstück.

Das Grundstück wird zwischen den vier Baukörpern durch ein Wegenetz und einem zentralen, begrünten Innenhof gegliedert.

Für die Erdgeschosswohnungen sind Heckenbepflanzungen vorgesehen, um individuelle Wohnhöfe mit einer hohen Aufenthaltsqualität für die Bewohner zu schaffen.

Im Innenhof werden Bänke angeordnet und Bäume gepflanzt. Diese Flächen sollen die Kommunikation unter den Bewohnern fördern und nachbarschaftliche Beziehungen stärken.

WGG Baufeld Nr. 8

Alle Informationen im Überblick

  • Baubeginn: März 2023
  • Fertigstellung: Sommer 2024 – Frühjahr 2025
  • Anzahl Wohnhäuser: 4
  • Anzahl Wohnungen insgesamt: 47
  • Wohnungstypen: 2- und 4-Zimmer-Wohnungen

Die vier Gebäude mit Flachdach sind 3-geschossig als Vierspänner mit barrierefreien 2- bis 4-Raum-Wohnungen konzipiert.

Zwei Häuser werden vollunterkellert. In den von innen und außen zugänglichen Kellergeschossen befinden sich die Mieterkeller, Trockenräume, Fahrradabstellbereiche sowie die Technikräume.

Das Treppenhaus mit Aufzugsanlage ist in allen Häusern zentral angeordnet.

Interview

Wir im Gespräch mit Dr. Klaus Bömer, Geschäftsführer der UTB Greifswalder Projektentwicklungsgesellschaft mbH.
Seine Ideen und Visionen vom neuen Baufeld.

Was treibt Sie an? Was hat Sie veranlasst, sich in HGW zu betätigen?

Unser Ziel ist immer, nachhaltige, sozial durchmischte und gemischt genutzte Quartiere zu schaffen, kurz gesagt, die lebenswerte Stadt zu bauen. An dem Grundstück Hafenstraße hat uns vor allem gereizt, dass es sich letztlich um das letzte innerstädtische „Filetgrundstück“ handelt, das groß genug ist, um ein echtes Quartier zu entwickeln. Und natürlich ist die Zusammensetzung unserer Greifswalder Partner ideal: die WGG als ortsansässige Genossenschaft, die WVG als kommunale Gesellschaft, regionale Bauträger und als Partner in verschiedenen Dienstleistungsbereichen auch der Pommersche Diakonieverein (PDV). Mit der WGG, der WVG und dem PDV haben wir in den letzten zwei Jahren gemeinsam den Masterplan und das zugrundeliegende Konzept erarbeitet.

Sind Sie zufrieden mit dem Projektfortschritt?

Da für die Umsetzung unseres Masterplanes der B-Planentwurf neu überarbeitet und auch der Flächennutzungsplan (FNP) geändert werden musste, sind wir mit dem heutigen Stand durchaus zufrieden. Wir sind nun Grundstückseigentümer und in der Erschließungsphase des Gesamtareals. Auch die Vermarktung der Baufelder ist bereits zum größten Teil erfolgt.

Haben Sie Hinweise, wo die Stadt Sie besser unterstützen könnte?

Bei der Änderung des FNP, der Bearbeitung unseres B-Planentwurfs und schließlich der Erstellung der Beschlussvorlagen für die Bürgerschaft haben die Mitarbeiter des Greifswalder Bauamts eine sehr hohe Kompetenz und sehr großes Engagement gezeigt. Das lief ehrlich gesagt wesentlich besser, als wir es von anderen Projekten kennen. Und so sind wir guten Mutes, dass auch die Bearbeitung der Bauanträge für die einzelnen Baufelder wieder so engagiert und kompetent erfolgt. Eine Sorge haben wir allerdings: der Ausbau der Straße An den Wurthen und der Ausbau der Kreuzung Wolgaster Straße / Straße An den Wurthen. Hier muss eine Ampelanlage errichtet werden, die auch für die Regelung eines geordneten Baustellenverkehrs notwendig ist. Wir hoffen sehr, dass auch diese Maßnahme von der Stadt als A-Priorität behandelt werden wird.

Meinen Sie, dass der Mobility Hub so genutzt wird, wie Sie sich das vorstellen?

Davon sind wir absolut überzeugt. So haben wir von vielen Interessenten das Feedback bekommen, dass sie es gut finden, dass man nicht wild im Quartier parken kann, sondern ausschließlich im Hub. Dadurch steht den Bewohnern viel mehr öffentliche Fläche zur Verfügung, die Kinder können wieder angstfrei auf den Freiflächen zwischen den Häusern spielen. Auch die Zentralisierung des Lieferverkehrs durch Einrichten einer DHL-Packstation und eines Amazon-Lockers wird als Erleichterung empfunden. Wir sind auch sicher, dass auch unser geplantes Car-Sharing-Angebot gut angenommen wird. Zusätzlich konzentrieren wir noch weitere Dienstleistungen im Hub, vom Quartiersmanagement über eine Fahrradwerkstatt bis zur Kita.

In welcher Beziehung stehen Sie zu der genossenschaftlichen Idee?

Wir unterstützen die genossenschaftliche Idee vollumfänglich. Genossenschaften bilden immer einen integrativen Bestandteil unserer Projektentwicklungen. Deshalb waren wir auch sehr froh, die WGG als Partner der ersten Stunde gewinnen zu können. In Berlin hat die UTB auch die Gründung der Baugenossenschaft „Besser Genossenschaftlich Wohnen von 2016“ eG (BeGeno16) unterstützt und der Genossenschaft bei der Finanzierung von Grundstücksankäufen geholfen. Und so wird es auch in Greifswald sein. Die BeGeno16 wird im Frühjahr drei Baufelder des Quartiers Hafenstraße erwerben, bebauen und dann dauerhaft bewirtschaften. Und auch ich persönlich verlagere meinen beruflichen Schwerpunkt, als einer der Vorstände der BeGeno16 begleite ich das Projekt in Greifswald auch weiterhin.

Welche gemischte Nutzung ist entlang der Promenade gedacht?

Hier muss das konkrete Nutzungskonzept von den Investoren am Ryck noch entwickelt werden. Wir werden aber auf jeden Fall Gastronomie, Einzelhandel und Büronutzung haben. Wir haben auch Anfragen von Ärzten, Rechtsanwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfern.